Jamara Airwolf - Erfahrungsbericht
Spezifikation
- Gesamtgewicht: ca. 22,4g (inklusive Akku)
- Akku: 3,7V 75 mAh Li-Po
- Sender: 3-Kanal-Infrarot-Fernsteuerung mit integriertem Ladekabel (es werden 6 AA Batterien benötigt)
- Antriebsmotoren: 2x Bürstenmotoren für die Hauptrotoren und 1x Bürstenmotor für den horizontalen Heckrotor
- Hauptrotordurchmesser: ca. 165mm
- Gesamtlänge: ca. 170mm
- Flugzeit: max. 6 min (abhängig von Flugstil)
- Ladezeit des Li-Po-Akkus: 25-30 min
Erfahrungsbericht
Der Jamara Airwolf ist nach dem Revell Fire Strike Pro der 2. Heli, der von ehelis.de probegeflogen wurde. Im Gegensatz zum Fire Strike Pro besitzt der Airwolf keinen Styropor-, sondern einen Kunststoffrumpf. Dieser ist viel detailierter als ein Styroporrumpf und läßt den Heli sehr realistisch aussehen. Die Verarbeitung des Rumpfes als auch der Rotorblätter wirkt für diese Preisklasse sehr hochwertig. Ebenso wie dem Fire Strike Pro liegt dem Airwolf ein Ersatzheckrotor bei. Die in einem kleinen Tütchen beiligenden Raketen können an den "Stummelflügeln" angebracht werden. Nach dem Aufladen des Helis via Ladekabel des Senders (es werden 6 AA Batterien benötigt, Tipp: Relativ gute und billige Batterien gibt es bei Lidl) konnte es also losgehen. Ein Einsatz mit dem 80er-Jahre Kultheli "Airwolf" im Wohnzimmer stand somit nichts mehr im Wege... Als besonderer Gag blinken im Bug des Airwolfs abwechselnd 2 LEDs rot bzw. blau.
Schon beim ersten Start fiel auf, dass sich der Airwolf sehr gut steuern lässt. Ist er erst einmal getrimmt (Giersachse), ist er sehr präzise zu steuern. Allerdings muss er klassenüblich andauernd nachgetrimmt werden. Vom Flugverhalten ist er vergleichbar mit dem Fire Strike Pro, reagiert aber etwas "giftiger" auf die Steuerbefehle, die allerdings auch etwas verzögert ausgeführt werden. Mit abnehmender Akkuspannung lässt die Präzision jedoch nach. Power hat er etwas weniger als der Fire Strike Pro, die Steigleistung ist daher etwas schlechter. Diese ist jedoch mehr als ausreichend und gerade in kleinen Räumen kann das sogar ein Vorteil sein. Aufgrund seines geringen Gewichts ist der Airwolf natürlich anfällig gegnüber Luftströmungen, die durch offene Fenster, Heizungen oder sogar durch sich bewegende Menschen verursacht werden können. Im Gegensatz zu vielen anderen Helis seiner Klasse, die einen Styroporrunpf besitzen, wirkt der Airwolf im Flug viel realistischer. Neben dem realistischen Aussehen hat der Kunststoffrumpf einen weiteren Vorteil: er ist sehr stabil und übersteht selbst harte Abstürze sehr gut (Vorteil gegenüber dem Revell Fire Strike Pro). Die Rotorblätter überstehen Abstürze jedoch nicht so unbeschadet wie z.B. die des Revell Fire Strikes. Sie können entweder abknicken oder einreißen bzw. absplittern. Mit einem Tesestreifen sind sie jedoch schnell wieder repariert (daran denken, dass nach einer Reparatur auch das gegenüberliegende Rotorblatt mit einem Klebestreifen versehen werden muss, damit es keine Unwucht gibt). Dies ist ein Nachteil gegenüber dem Revell Fire Strike Pro, dessen Rotorblätter zwar viel minderwertiger aussehen, aber viel elastischer und damit bruchsicherer sind. Der ehelis.de-Airwolf hat mittlerweile zahlreiche Flüge auf dem Buckel. Es fällt auf, dass das Geradeausfliegen und das Trimmen (Gierachse) mittlerweile nicht mehr ganz so gut funktioniert wie am Anfang, insbesondere bei nachlassender Akkuspannung. Ein Hinweis auf Abnutzung der Motoren?
Fazit: Der Airwolf ist ein idealer Spaßheli für Zwischendurch, der aufgrund seines realistischen Erscheinungsbilds überall für Aufsehen sorgt, aber auch im Vergleich zum Fire Strike mit ca. 39€ einiges teurer ist. Allerdings muss in Kauf genommen werden, dass es sich schon um ein etwas älteres Modell handelt, welches noch nicht mit einem Gyro ausgestattet ist, weshalb der Airwolf auf der Hochachse andauernd nachgetrimmt werden muss.
Stärken
- Sehr robuster und detailierter Rumpf
- Gute Verarbeitung
- Beleuchtung im Bug (Rot/blau leuchtende LEDs)
Schwächen
- Muss laufend nachgetrimmt werden (gieren), was für diese Preisklasse jedoch völlig in Ordnung ist
- Die unteren Rotoren sind knick/-bruchgefährdet, können jedoch mit Klebestreifen wieder verstärkt/repariert werden (dieses Problem trat bei 2 von 2 getesten Helis des Typs Airwolf auf)
- Rückwärtsflug ist nur sehr eingeschränkt möglich
Wo gibt's den Jamara Airwolf?
- Den Jamara Airwolf gibt's z.B. bei amazon für 35,08€ (Stand: 8. November 2011).
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